Habe gestern das Buch „Why we´re not emergent : by two guys who should be“ von Kevin DeYoung/ Ted Kluck zu Ende gelesen. Habe mich noch nicht viel mit der „Emerging Church“ Bewegung/ Konversation/ Debatte beschäftigt und gehofft, mit Hilfe dieses Buches einen guten Überblick zu erhalten. Ich weiß, ich weiß, nicht gerade die feine Art, zuerst die „Gegner“ zu lesen. Aber ich habe den Eindruck, dass sich die Autoren sehr fair mit dem Thema auseinandersetzen, verschiedene Vertreter der EmCh zitieren, und nicht vergessen, auf die Unterschiede und auch auf die guten Ansätze und Ideen hinzuweisen. Und auch darauf, was bei den „Evangelikalen“ momentan wirklich so alles schief läuft. Zudem macht es Spass, dass Buch zu lesen, da es sowohl nüchtern und sachlich (DeYoung) als auch unterhaltsam (Kluck) ist.
Das Buch kann man über den TheoBlog beziehen.
Kategorien: Ekklesiologie · Medien · Theologie
Ich bin davon überzeugt, dass Gott den Eltern die Erziehung ihrer Kinder aufgetragen hat. (siehe z.B. 5. Mose 6,6-9) Das schließt naturgemäß auch das Vermitteln von Wissen ein. Die Libertäre Plattform hat ein Positionspapier veröffentlicht, das sich mit dem Schulzwang in Deutschland auseinandersetzt und fordert, das staatliche Bildungsmonopol aufzulösen. Zitat: „Durch den Einfluss der Politik auf die Schulbildung wird eine bestimmte Art von Bildung erzwungen, auch wenn diese nicht mit der Lebensanschauung der Eltern und Kinder übereinstimmt.“ Der ganze Artikel ist hier zu lesen.
Kategorien: Ethik · Politik
Nein. Dazu die Synode von Dordrecht (1619):
„Nach Darlegung der rechtgläubigen Lehre verwirft die Synode die Irrtümer derer … die lehren: “Die wahrhaft Gläubigen und Wiedergeborenen könnten nicht nur von dem rechtfertigenden Glauben und auch von der Gnade und Seligkeit völlig und endgültig abfallen, sondern sie fielen auch tatsächlich nicht selten von ihr ab und gingen für ewig verloren.” Denn diese Meinung macht die Gnade, Rechtfertigung, Wiedergeburt und beständige Bewahrung Christi kraftlos, gegen die klaren Worte des Apostels Paulus in Röm. 5,8.9: Gott aber erweist seine Liebe gegen uns darin, daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Um wieviel mehr werden wir durch ihn bewahrt werden vor dem Zorn, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht geworden sind. Und gegen den Apostel Johannes in 1.Joh. 3,9: Wer aus Gott geboren ist, der tut nicht Sünde, denn was er von Gott empfangen hat, das bleibt in ihm; und kann nicht sündigen, denn er ist von Gott geboren. Und gegen die Worte Jesu Christi in Joh. 10,28.29: Und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Der Vater, der sie mir gegeben hat ist größer als alles, und niemand kann sie aus meines Vaters Hand reißen.“ (5. Lehrstück, Verwerfung der Irrtümer, Absatz 3)
Die Lehrregel von Dordrecht in deutscher Fassung findet man hier.
Kategorien: Reformation · Theologie
“Predige das Evangelium zu jeder Zeit; wenn nötig, gebrauche Worte” soll Franz von Assisi gesagt haben. Heute hört man dieses Zitat in christlichen Kreisen oft. Wir sollen Menschen mit einem authentischen Lebenswandel von unserem Glauben überzeugen; unseren Worten nicht nur Taten folgen, sondern auch vorausgehen lassen.
Der Apostel Paulus schreibt den Christen in Rom: “So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.” (Röm. 10,17; Luther ´84) Gott, der den Menschen aus Gnade, durch den Glauben, rettet, hat sich die Predigt, die Verkündigung des Evangeliums, zu der Ordnung gewählt, durch die Er wirkt. Da Er es aber ist, der erwählt und Glauben weckt, ist der Charakter und die Integrität, ja sogar die Absicht des Predigers, von untergeordneter Bedeutung. Deshalb konnte Paulus aus der Gefangenschaft an die Philipper schreiben: “Einige zwar predigen Christus aus Neid und Streitsucht, einige aber auch in guter Absicht: diese aus Liebe, denn sie wissen, dass ich zur Verteidigung des Evangeliums hier liege; jene aber verkündigen Christus aus Eigennutz und nicht lauter, denn sie möchten mir Trübsal bereiten in meiner Gefangenschaft. Was tut’s aber? Wenn nur Christus verkündigt wird auf jede Weise, es geschehe zum Vorwand oder in Wahrheit, so freue ich mich darüber.” (Philipper 1,15-18) Jedes Mal, wenn ich diese Stelle lese, muss ich schmunzeln. Da sitzt der Apostel der Heiden im Gefängnis, gebunden, nicht in der Lage das Evangelium in der Öffentlichkeit zu verkündigen und die Gemeinden zu besuchen und muss ansehen, wie einige Evangelisten sich falsch verhalten, wir würde vielleicht sogar sagen: Schaden anrichten, aber Paulus, anstatt sich zu ärgern und zu grollen, freut sich darüber, dass sie trotzdem das Evangelium predigen. Aber es macht mich auch nachdenklich. Denn so wichtig es ist, nach Gottes Geboten zu leben (1Petrus 2,15), scheint doch die Botschaft der Christen wichtiger zu sein. Und vielleicht sollten wir auch nach diesem Prinzip die Aktivitäten verschiedener christlicher Gemeinden beurteilen, denn die Botschaft des Evangeliums ist “eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben” (Römer 1,16). So werden Menschen wiedergeboren ,“nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da bleibt.” (1Petrus 1,23)
Kategorien: Ethik · Evangelium
Finden wir Ruhe bei Gott, wenn wir uns Sonntags versammeln, oder müssen wir Anstrengungen unternehmen, um Ihn erfahren zu können? Sitzen wir lieber still zu Seinen Füßen, oder bevorzugen wir es, um das Goldene Kalb zu tanzen? Hat uns Gott überhaupt offenbart, wie wir als Gemeinde einen Gottesdienst feiern sollten? In der Radiosendung White Horse Inn wurde sich mit diesem Thema beschäftigt. Die Sendung kann hier unter dem Titel „What Does it Mean to Worship?“ angehört werden (auf englisch).
Kategorien: Ekklesiologie · White Horse Inn