Carpentarius’ Weblog

Beiträge vom Dezember 2007

Gnadenbringende Weihnachtszeit?

Dezember 24, 2007 · Kommentar schreiben

Was mich besonders berührt in der Weihnachtsgeschichte ist, dass Gott sich einfache Menschen aussuchte, um den Erlöser zur Welt zu bringen: einen Zimmermann und eine junge Frau.
Dass Er es „Heiden“ von weit her offenbarte, dass der König der Könige geboren wurde, während die religiösen Menschen, die nahe dabei waren, wenig mitbekamen.
Dass die Engel den Hirten, die des Nachts ausserhalb der Stadt bei den Tieren bleiben mussten, die Rettung zuerst verkündigten.

Gott hat durch den Propheten Jesaja von Jesus Christus vorhergesagt: „Siehe da, mein Knecht, an dem ich festhalte, mein Erwählter, an dem mein Herz Wohlgefallen hat: Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, damit er das Recht (oder: die Wahrheit) zu den Völkern hinaustrage.
Er wird nicht schreien noch lärmen und seine Stimme nicht auf der Straße hören lassen; ein geknicktes Rohr wird er nicht abbrechen und einen glimmenden Docht nicht auslöschen; getreulich wird er das Recht (oder: die Wahrheit) kundtun.
Er selbst wird nicht verglimmen (= ermatten) und nicht zusammenbrechen, bis er das Recht (oder: die Wahrheit) auf Erden fest begründet hat; die Meeresländer harren schon auf seine Weisung.
So hat Gott der HERR gesprochen, der die Himmel geschaffen und ausgespannt, der die Erde ausgebreitet hat mit allem, was auf ihr sproßt, der der Bevölkerung auf ihr den Odem gegeben hat und Lebensgeist denen, die auf ihr wandeln:
Ich, der HERR, habe dich berufen in Gerechtigkeit (= Treue) und dich bei der Hand gefaßt und habe dich behütet und dich zum Volksbund gemacht, zum Licht (= Spender von Licht) für die Völker, um blinde Augen zu öffnen, um Gefangene aus dem Kerker hinauszuführen und aus dem Gefängnis die, welche in der Finsternis sitzen.“

Jesus selbst sagte von sich: „Der Geist des Herrn ist über mir (oder: ruht auf mir), weil er mich gesalbt (= ausgerüstet) hat, damit ich den Armen die frohe Botschaft bringe; er hat mich gesandt, um den Gefangenen die Freilassung und den Blinden die Verleihung des Augenlichts zu verkünden, die Unterdrückten in Freiheit zu entlassen, ein Gnadenjahr des Herrn auszurufen.“

Das ist die Botschaft, an die wir uns heute erinnern dürfen: Der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen, was verloren ist.

Es ist mein Gebet, dass auch uns dieser Geist erfüllt, dass wir uns nach den Verlorenen ausstrecken, den Aussenseitern, den Benachteiligten, den Verachteten, den Kranken, den Hungernden.

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen Seines Wohlgefallens.

Kategorien: Andacht