Carpentarius’ Weblog

Kann ein Christ verloren gehen?

Dezember 11, 2008 · 1 Kommentar

Nein. Dazu die Synode von Dordrecht (1619):

„Nach Darlegung der rechtgläubigen Lehre verwirft die Synode die Irrtümer derer … die lehren: “Die wahrhaft Gläubigen und Wiedergeborenen könnten nicht nur von dem rechtfertigenden Glauben und auch von der Gnade und Seligkeit völlig und endgültig abfallen, sondern sie fielen auch tatsächlich nicht selten von ihr ab und gingen für ewig verloren.” Denn diese Meinung macht die Gnade, Rechtfertigung, Wiedergeburt und beständige Bewahrung Christi kraftlos, gegen die klaren Worte des Apostels Paulus in Röm. 5,8.9: Gott aber erweist seine Liebe gegen uns darin, daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Um wieviel mehr werden wir durch ihn bewahrt werden vor dem Zorn, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht geworden sind. Und gegen den Apostel Johannes in 1.Joh. 3,9: Wer aus Gott geboren ist, der tut nicht Sünde, denn was er von Gott empfangen hat, das bleibt in ihm; und kann nicht sündigen, denn er ist von Gott geboren. Und gegen die Worte Jesu Christi in Joh. 10,28.29: Und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Der Vater, der sie mir gegeben hat ist größer als alles, und niemand kann sie aus meines Vaters Hand reißen.“ (5. Lehrstück, Verwerfung der Irrtümer, Absatz 3)

Die Lehrregel von Dordrecht in deutscher Fassung findet man hier.

Kategorien: Reformation · Theologie

1 Antwort bis hierher ↓

  • petersemenczuk // Dezember 12, 2008 um 10:26 | Antworten

    Paulus hat aber auch den Römern geschrieben:
    „So ist nun nichts Verdammliches an denen,
    die in Christo Jesu sind;
    1. die NICHT nach dem Fleisch wandeln,
    sondern,
    2, nach dem Geist,( und hier ist der Geist Gottes gemeint, den man empfängt, so man für Gott wiedergeboren wird, d. h. nach dem Bilde Gottes, geistig gerichtet wird.
    Also, da heute viele Namen und Bekenntnis -christen nach dem Fleisch leben, können sie genau so verloren werden,
    da sie sich selbst verdammen durch ihr
    1.irdisch- gesinntes Leben, durch ihr,
    2. fleischlich gesinntes Leben, durch ihr,
    3. weltlich gesinntes Leben, wie die Ungläubigen dieser Welt. Römerbrief 8,1-4

    Paulus schreibt auch den Galatern, Kapitel 5,
    von den Werken des Fleisches:
    „Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind vor Gott und seinem Christus:
    „Körperlicher und geistiger Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit in Gedanken, Wort und Leben, Unzucht, Abgötterei, weltliche und religiöse Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Hass, Mord, (Lügen und Notlügen besonders, Saufen und Fressen und dergleichen, von welchen ich euch habe gesagt und sage noch zuvor, dass, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben“. Galater 5,19-21

    Hüten wir uns als Christen, besonders als Diener Gottes, den Menschen und Zuhörer,
    Kissen unter die Arme zu predigen, oder,
    das Schafsfell des christlichen Namen, über ihre Wolfsnatur zu werfen, wie es schon die falschen Propheten unter dem Alten Testament taten, was auch geschrieben steht.
    Christus sagt nicht umsonst:
    „Wenn ein(geistig) Blinder, einen anderen
    Blinden leitet, so fallen sie beide in die Grube.

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