Evan Sparks hat einen Artikel für das „Wall Street Journal“ geschrieben mit dem Titel: „The Great Comission or Glorified Sightseeing?“ Er ist der Meinung, dass es wohl ein Fehler ist, dass viele Christen (er bezieht sich dabei hauptsächlich auf Amerikaner) auf Kurzzeit-Missionseinsätze gehen. Das wäre eine Verschwendung wertvoller Resourcen. Viel besser sei es, das Geld, das für die Reise verwendet würde, an Langzeit-Missionare vor Ort zu überweisen, damit diese für anfallende Arbeiten lokale Arbeiter anstellen könnten. Eine weitere wichtige Aufgaben, die wir übernehmen sollten, sei es, Menschen, die aus einem „Missionsland“ stammen, eine theologische Ausbildung an unseren Seminaren zu ermöglichen. Den positiven Eindruck, den ein Kurzzeit-Missionseinsatz bei den Menschen vor Ort und auch bei den Teilnehmern selbst hinterlässt, bewertet er als unbedeutend, da kaum nachweisbar. Er selbst hat, wie ich, einige Missionseinsätze hiner sich und weis wohl, wovon er spricht.
Kleine Rechenaufgabe aus eigener Erfahrung: Ein Flug nach Kenia kostet ca. 800 EUR (inkl. Rückflug). Ein kenianischer Arbeiter zwischen 1 und 2 EUR die Stunde. Wie lange müsste man also dableiben, damit es sich „lohnt“? Und damit hätte man der lokalen Wirtschaft noch nicht geholfen, der Kenianer bliebe arbeitslos…
Ich möchte solche Einsätze nicht generell verdammen, sie können auch wirklich sinnvoll sein, aber vielleicht sollten wir öfter genauer überlegen, wie wir Gott am besten dienen können mit dem, was wir haben.